Alice Pohl

Am Anfang stand eine Idee: Poesie und Musik miteinander zu verbinden und so eine Stunde zu gestalten, die wie eine „Perle“ den Alltag verschönt. So entstand die erste literarisch-musikalische Abendstunde im Herbst 2004.
Während meiner Zeit im Pfarramt liess ich mich auch von der Beobachtung leiten, dass es so viele wunderbare Gedichte gibt, die im weitesten Sinn „religiös“ sind. Es spiegeln sich Gotteserfahrungen, es verdichten sich urmenschliche Gedanken und Gefühle. Ob das auch andere Menschen so berühren kann, wie es mich berührt?

Mit einigem Herzklopfen planten wir (Yuko Ito und ich)...und die positiven bis begeisterten Echos ermutigten uns. So ist eine Reihe entstanden in der grossartige Musik und grossartige Lyrik einander die Hand reichen.
Ich freue mich nun auf diese Fortsetzung in einem neuen Rahmen.

36 Jahre war ich als Pfarrerin tätig, zuletzt in der Kirchgemeinde Herzogenbuchsee. Meine biographischen Wurzeln sind in Österreich, in der Nähe von Wien. Dort habe ich evangelische Theologie und Germanistik studiert.
Seit vielen Jahren lebe ich mit meinem Mann in Bolken. Wir freuen uns an unserem belebten Haushalt mit Besuchen von Kindern und Grosskindern und an unseren kleinen und grossen Vierbeinern.

Zu unserem täglichen Frühstücksritual gehört auch das Lesen eines Gedichtes!

Núria Rodríguez

wurde in Biel in eine Musikerfamilie geboren. Nach der Matura folgte ein Grundstudium an der Universität Bern in den Fächern Italienische Sprach- und Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft und Geschichte. Im Herbst 2000 nahm sie an der Hochschule der Künste Bern ihr Violinstudium in der Klasse von Christine Ragaz auf. Nach dem Lehrdiplom wechselte sie im

Oktober 2005 in die Konzertklasse


von Thomas Füri an der Musik- Akademie der Stadt Basel, wo sie im Juni 2008 das Konzertdiplom

erlangte.
Wichtige pädagogische und musikalische Impulse erhielt sie ausserdem von Max Fluckiger, Gilles Colliard, Eszter Haffner, Rachel Podger, Itamar Golan und Gerard Wyss. Núria Rodriguez tritt regelmassig in verschiedenen Kammermusik- und Orchesterformationen auf, ist Konzertmeisterin des Stadtorchesters Langenthal und leitet das Kammerensemble Langenthal.
Seit 2005 unterrichtet sie Violine und Viola an der Oberaargauischen Musikschule Langenthal.
Núria Rodriguez durfte im Dezember 2018 an der Kulturpreisverleihung der Stadt Langenthal den Anerkennungspreis für ihr musikalisches Schaffen entgegen nehmen.

Maxime Ganz

In Strassburg in eine Musikerfamilie mit russischen und uruguayanischen Wurzeln geboren, beginnt Maxime Ganz seine Violoncellostudien schon im Alter von fünf Jahren; mit acht wird er von Jean Deplace in dessen Celloklasse am Straßburger Staatskonservatorium aufgenommen, wo er im Alter von 16 Jahren mit der Goldmedaille für Violoncello ausgezeichnet wird ; im selben Jahr erkennt man ihm auch am Konservatoriums von Colmar einstimmig und mit den Glückwünschen der Jury die Goldmedaille für Kammermusik zu.

Zwischen 2000 und 2002 besucht er die Meisterkurse von Mikhaïl Milman, dem Solisten der «Moskauer Virtuosen», um dann von 2002 bis 2007 seine Ausbildung an der «Escuela Superior de Musica Reina Sofía» in der Klasse von Natalia Shakhovskaya in Madrid fortzusetzen.

Im Juni 2010 erhält er an der «Hochschule der Künste Bern», wo Antonio Meneses sein Lehrer ist, das Konzertdiplom mit Auszeichnung; im September des selben Jahres beginnt er in der Klasse vonConradin Brotbek den Lehrgang «Master Specialized in Performance», den er mit dem Prädikat«sehr gut» im Juni 2012 abschließt.

Während seiner Studienjahre nützt Maxime Ganz ausgiebig die Gelegenheit, Meisterkurse bei bedeutenden Solisten und herausragenden Pädagogen wie Natalia Gutman, Frans Helmersson, Truls Mørk, Ivan Monighetti, Philippe Müller, Tsuyoshi Tsutsumi, Miklós Perényi, Christophe Coin, Mario Brunello, Veronika Hagen, Diemut Poppen, Walter Levin, Menahem Pressler und Ralf Gothoni zu besuchen. Außerdem sammelt er unter der Leitung von Dirigenten wie Rudolf Barshai, Sir Colin Davis oder Vladimir Ashkenazy in mehreren Kammerorchestern zusätzliche wertvolle Erfahrungen.

Schon 2002 tritt Maxime Ganz als Solist in Lalos Cellokonzert mit dem Rundfunkorchester Sodre in Montevideo auf. Seit 2004 ist er regelmäßiger und gern gehörter Gast der Festivals von Moulin d’Andé (Frankreich) und Santander (Spanien).

In den Sommermonaten der Jahre 2007 und 2008 besucht er auch den Meisterkurs von Antonio Meneses an der Accademia Chigiana di Siena (Italien). Dort hat er unter anderem Gelegenheit, zusammen mit Salvatore Accardo, Bruno Giuranna und Antony Pay das Klarinettenquintett op. 155 von Brahms aufzuführen.

Dank der Unterstützung durch AJAM (Amis des Jeunes Artistes Musiciens) kann er im Oktober 2007 eine Tournée durch das Elsaß unternehmen. Aufgrund des großen Erfolgs bei der Kritik wird er danach von der «Association Nouvel Air» zu einem Konzert in die Salle Cortot nach Paris eingeladen. Am «Forum musical de Normandie» erhält er im Oktober 2008 den «Prix des luthiers ». Bei seiner Teilnahme am 8. Internationalen Wettbewerb «Julio Cardona» wird Maxime Ganz im April 2011 in Covilha (Portugal) mit dem Publikumspreis und dem Sonderpreis für die beste Interpretation des Pflichtstücks ausgezeichnet.

Maxime Ganz war im Dezember 2007 auch als Solist in Tschaikovskys «Rokoko-Variationen» mit der Philharmonie de Strasbourg unter der Leitung von Etienne Bardon zu hören. Im Juni 2008 folgte er dann einer erneuten Einladung nach Uruguay, wo er zusammen mit seinem Vater Amiram Ganz mit dem Orquesta Filarmónica de Montevideo das Doppelkonzert von Johannes Brahms interpretierte. Auch das Festival de Strasbourg lädt ihn im selben Monat ein, um mit der Cappella Istropolitana(Bratislava) unter dem Dirigenten Theodor Guschlbauer Beethovens Tripelkonzert zusammen mitAlexandra Soumm und Jean-Frédéric Neuburger zu musizieren.

2009 tritt Maxime Ganz als Gast beim Festival «Radio France» in Montpellier sowie beim Festival«Nancyphonies» auf. Außerdem nimmt er am 17. Juli 2009 an der von Lionel Esparza präsentierten Direktübertragung des «Magazine des festivals» in France Musique teil.

Anläßlich einer Tournée vertritt er den erkrankten Cellisten des Altenberg Trio Wien unter anderem auch bei einem Konzert im traditionsreichen Wiener Musikverein.

Maxime Ganz ist als Solist häufiger Gast verschiedener Orchester; so hörte man ihn etwa im Juni 2012 in Prokofievs Symphonie Concertante mit dem BSO (Berner Symphonie Orchester), dann mit Tschaikovskys Rococo-Variationen beim «Instrumental Kollegium Bern», dem Cellokonzert Freidrich Guldas mit dem Studentenorchester des Straßburger Konservatoriums und zueletzt wieder in Beethovens Tripelkonzert an der Seite von Reinis Zarins (Klavier) und Pablo Martin Acevedo (Geige) im Moskauer Tschaikovsky-Saal anläßlich eines Gedenkkonzertes für Svjatoslav Richter.

Yuko Ito

war von 1990 bis Ende 2019 als Organistin und künstlerische Leiterin der Kirchenkonzerten “fermate“ der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde in Herzogenbuchsee, Schweiz tätig. Seit 2016 in der ref. Kirchgemeinde Seeberg und seit 2019 in Huttwil wirkt sie als Organistin und wird ab 2020 als künstlerische Leiterin von „Cadenza Konzerte" im Oberaargau tätig sein.

Nach dem Doktorat-Abschluss in Philosophie an der Uni. Basel bei Prof. Annemarie Pieper absolvierte die gebürtige Japanerin ihr Musikstudium (Orgel, Klavier und Cembalo) in Basel, London und Lausanne mit Solistendiplom-Abschluss „Prix de Virtuosité“ 1992. Sie erhielt 2004 den Kulturpreis von der politischen Gemeinde Herzogenbuchsee.
Weiterbildung seit 2009 an der Swiss Jazz School Bern (Jazzklavier, Bandspiel, Gesang, Arrangement und Komposition). Seit 2011 komponiert sie bei Prof. Balz Trümpy, Basel; verschiedene Chor- und Kammermusikstücke, u.a. „Selig sind, die Leid tragen“ für gemischten Chor, Sopran und Mezzosopran, Violoncello und Orgel zum 100-jährigen Jubiläum der Eugène Burnards Kirchenfenster der ref. Kirche Herzogenbuchsee 2012, Suite „Sommer“ für Stadtorchester Langenthal 2017.

Sie tritt als Solistin und Kammermusikerin im In- und Ausland auf, wo sie verschiedenste Musikrichtungen interpretiert und auch ihre eigenen Kompositionen zur Aufführung bringt.

Isabel Lerchmüller

lebt in Bern und arbeitet als freischaffende Musikerin, Querflötenlehrerin und Konzept-Entwicklerin. Sie spielt neben der regulären Querflöte auch die Alt- und Bassquerflöte sowie verschiedene japanische Shakuhachi-Flöten.

Lehrdiplom (Querflöte) an der Hochschule der Künste Bern bei Christian Studler, Konzertdiplom (Improvisation) an der Musikakademie Basel bei Walter Fähndrich. Unterricht bei dem Jazzflötisten Manuel Jaggi und Meisterkurse bei Matthias Ziegler, Pierre-Yves Artaud, Carsten Eckert, Urs Leimgruber u.a.

Zweitausbildung in Zug zur dipl. Bewegungs- und Tanztherapeutin. 2011-2013 als Bewegungstherapeutin in den Psychiatrischen Diensten der Solothurner Spitäler tätig.

Weiterbildung  Shakuhachi (japanische Flöte) bei Ueli Fuyûru Derendinger und konstante Auseinandersetzung mit der Japanischen Kultur. 2012, 2013, 2015 und 2017 jeweils mehrmonatige Aufenthalte in Japan.

Isabel tritt hauptsächlich im Flöten-Harfen-Duo halbvier und im Geschwister-Duo Shakulimba auf, sowie als Solokünstlerin und Kammermusikerin in spartenübergreifenden Produktionen. Regelmässige Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden aus den Sparten Tanz und Bildende Kunst. Mit dem von ihr gegründeten Kollektiv rueckenlage erforscht Isabel neue Wege des Konzerterlebens für liegendes Publikum.

Leitung verschiedener workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bereichen Musik und Bewegung.

Isabel ist Flötistin bei OPUS Bern - Orchester Professioneller Unabhängiger Symphoniker.

Michael Luginbühl

stammt aus einer Musikerfamilie und wurde 1988 als Sohn einer
Japanischen Mutter und eines Schweizer Vaters in Baden (CH) geboren. Er studierte 2007-2010 bei Prof. Marek Jerie an der Musikhochschule Luzern und 2010-2017 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Konzertfach Klasse von Univ.

Prof. Wolfgang Aichinger, Assistenz Univ. Prof. Bruno Weinmeister und Mag. Martin Först. Weitere Impulse erhielt er von den Solocellisten der Wiener Philharmoniker Peter Somodari und Robert Nagy, sowie von Prof. Miklos Pereny. Er diplomierte im Jahr 2017 mit Auszeichnung. Als Solist konzertierte er mit dem Franz Schmidt Kammerorchester Wien, der Sinfonia Baden und der Filarmonica Botosani, Rumänien. Als Kammermusiker trat er in vielen Ländern Europas, in Korea und in Japan auf. Im Orchester substituierte er 2012-2016 bei den Wiener Symphonikern und 2017-2019 beim Tonkünstler Orchester Niederösterreich. Seit 2018 ist er Solocellist im Wiener Barockorchester unter der künstlerischen Leitung von Valbona Naku. Zudem ist er seit 2018 Mitglied im Wiener Domorchester und im Salon Orchester Alt Wien. Regelmäßige Auftritte bei den Vienna Supreme Concerts, sowie Filmmusik-Aufnahmen für Netflix und Warner Bros mit dem Synchron Stage Orchestra Vienna runden seine ausgedehnte künstlerische Tätigkeit ab. Seit 2011 unterrichtet er mit viel Leidenschaft und Interesse in seiner eigenen Celloschule und bereitete darunter mehrmals und mit Erfolg angehende Cello Studierende auf Aufnahmeprüfungen vor. So studieren derzeit seine ehemaligen Schüler-/innen an der Eastman School of Music Rochester, an der Bruckner Universität

Linz, sowie an der Musikuniversität Graz.

Bernd Heyder

geboren 1961,  ist in Langenthal (CH) aufgewachsen.
Im Alter von 25 Jahren beginnt er, inspiriert durch den Jazz-Trompeter Chet Baker, Trompete zu
lernen - zuerst autodidaktisch, dann an der allgemeinen Abteilung des Swiss Jazz School, gefolgt von
der Berufsschule, die er 1994 mit Diplom abschloss.
Obschon Bernd Heyder im Rahmen seiner Erstausbildung zum Ing. HTL berufstätig ist, tritt er
regelmässig in Formationen und Projekten in den Bereichen Jazz Combo, Big Band, Funk und Salsa
auf.
Ausserdem ist er ein gefragter Arrangeur für Big Bands und andere Formationen, bearbeitet
Adaptions- und Transkriptionsaufträge aller Art und ist seit Anfang 2019 Mitbegründer und
Mitorganisator der "Monday Jams" in der Kreuzhofbar Langenthal.

www.bhymusic.com

Valentin Huber 

wurde 2003 in Grasswil geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit hat er im Sommer 2019 die Ausbildung als Fachmann Betriebsunterhalt/Werkdienst begonnen. Seine Hobbys sind Hornussen, Biken und Schlagzeug spielen. An der Musikschule Burgdorf wird er von Eric Glaser unterrichtet. 
Seine aussergewöhnliche Präzision und Musikalität wurde von Yuko Ito an seiner Konfirmation im Mai 2019 in der ref. Kirche Seeberg erkannt. Öffentliche Konzerte in einem grösseren, professionellen Rahmen werden im Rahmen von "Cadenza" und durch Yuko Ito im November 2019 in Herzogenbuchsee und im Oktober 2020 in Seeberg ermöglicht. Wir freuen uns über das junge Talent!

Xenia Ganz

In Frankreich in eine Musikerfamilie mit russisch-uruguayanischen Wurzeln geboren, erhält Xenia Ganz schon mit 5 Jahren Klavierunterricht und schließt ihre pianistische Ausbildung am Straßburger Konservatorium in der Klasse von Françoise Claustre ab. Nach einem Diplom in Betriebswirtschaftslehre (Dijon Business School und Fachhochschule Pforzheim) zieht sie nach Berlin und studiert Gesang bei Norma Sharp, Markus Brück, Thomas Michael Allen und Mark Schnaible.

Als Opernsängerin verkörpert sie zahlreiche Rollen wie Dorabella in «Cosi fan tutte» (Hauptstadtoper Berlin), den Küchenjungen in «Rusalka» (Kloster Chorin), die zweite und dritte Dame in der «Zauberflöte» (Tournée mit dem Prager Festspielorchester in der Laeiszhalle Hamburg, der Münchner Philharmonie, im Berliner Admiralspalast), Tante Lehne in «Luther ou le Mendiant de la Grâce» in Strassburg ;  Operngala- Vorstellungen (z.B. Palais de la Musique et des Congrès de Strasbourg mit dem «Orchestre d’Harmonie de l’Electricité de Strasbourg»).

Eine besondere Liebe von Xenia Ganz gilt dem Oratorium. So sang sie den Mezzosopran-Part in «La Vita di Maria» von Nino Rota im Strassburger Münster, weiter hat sie u.a. im Weihnachtsoratorium, in der Matthäuspassion, bei Elias und Stabat Mater in Deutschland, Frankreich und der Schweiz mitgewirkt.

Als Liedinterpretin mit breitem Repertoire tritt sie regelmäßig auch mit Kammermusikensembles wie dem Ensemble Ganz oder Lycordia in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf.

Interview Xenia Ganz – Coco Berliner (November 2014)  http://www.cocoberliner.de/interview/2014/november/xenia-ganz/vie